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Ist es sinnvoll, als Tierhalter eine entsprechende Versicherung abzuschließen? Richten Tiere überhaupt so große Schäden an, dass sich eine Tierhalterhaftpflichtversicherung lohnen kann? Die Zahl der Tierhalter, die eine Tierhalter-Haftpflichtversicherung abgeschlossen haben, ist sehr niedrig. Dabei ist die Haftpflichtversicherung für Tierhalter unbedingt zu empfehlen, wenn Tierhalter kein finanzielles Risiko eingehen wollen. Doch dieses Risiko besteht insbesondere, wenn größere Tiere wie etwa Hunde oder Pferde gehalten werden.

Viele Verbraucher wissen nicht, dass die private Haftpflichtversicherung zwar Schäden durch Kleintiere wie z. B. Kaninchen, Katzen oder Vögel abdeckt, bei größeren Tieren aber kein Versicherungsschutz besteht. Schäden, die von Hunden oder Pferden verursacht werden, fallen also nicht unter die private Haftpflichtversicherung.
Eine Tierhalterhaftpflichtversicherung ist jedoch nicht so teuer, dass man aus finanziellen Gründen darauf verzichten müsste. Bei günstigen Anbietern zahlen Tierbesitzer oft nicht mehr als 75 bis 100 Euro jährlich.

Was decken Tierhaftpflichtversicherungen ab?

Die meisten Versicherer decken auch bei Pflichtverletzungen des Halters die entstandenen Schäden ab. Versicherte sollten daher auf den Zusatzhinweis „bei Verstoß gegen Halterpflichten“ achten. Damit ist gewährleistet, dass Tiere trotz fahrlässiger oder selbst verschuldeter Handhabung versichert sind. Das gilt natürlich nicht bei vorsätzlichen Handlungen.
Was viele Tierhalter nicht wissen: Eine Tierhalterhaftpflichtversicherung tritt auch für solche Schäden ein, die indirekt von einem Hund oder einem Pferd ausgehen. Erschrickt sich jemand beispielsweise vor einem scheuenden Pferd oder einem kläffenden Hund und wird diese Person dadurch verletzt, kommt der Versicherer für die entstehenden Folgeschäden auf.

Auch Angehörige, beispielsweise der Partner, die Eltern oder die Kinder sind über die Tierhalterhaftpflichtversicherung geschützt, während sie das Tier betreuen.

Die Tierhalterhaftpflichtversicherung für Pferdehalter ist freiwillig, aber Pferdebesitzer sollten nicht auf sie verzichten. Große Tiere können schnell auch großen Schaden anrichten – für den Besitzer kann dies einen finanziellen Ruin bedeuten.
Für Hundebesitzer gilt dies ebenfalls; in Hamburg und Berlin sind Hundehalter bereits dazu verpflichtet, eine Tierhalterhaftpflichtversicherung abzuschließen. In anderen Bundesländern beschränkt sich die Versicherungspflicht nur auf Kampfhunde, wobei einige Versicherungen Policen für gefährliche Hunde grundsätzlich ablehnen.

Hundehalterhaftpflichtversicherung – der optimale Versicherungsumfang 

Eine Hundeversicherung schützt in der Regel umfassend vor Ersatzansprüchen bei den unterschiedlichsten Schadenfällen. Darunter fallen Sach-, Personen- und Vermögensschäden.
Wer auf die Suche nach der passsenden Hundehaftpflichtversicherung geht, findet zahlreiche Anbieter und unterschiedlichste Preise. Verbraucher sollten sich daher nicht nur über die Kosten informieren, sondern auch den Versicherungsumfang prüfen, da sie für mindestens 12 Monate an den Versicherer gebunden sind.

Unsere Tipps:

  • Wählen Sie einen Tarif mit einer möglichst hohen Deckungssumme, welche im Schadensfall an den Geschädigten ausgezahlt wird. Diese Tarifangebote sind meist nicht wesentlich teurer, schützen aber gerade bei Personenschäden vor oft sehr hohen Forderungen.
  • Achten Sie auf die abgeschlossene Selbstbeteiligung im Vertrag. Wird Schadensersatz bezahlt, so haben Sie erst einmal die vereinbarte Selbstbeteiligung zu begleichen, den Rest übernimmt die Versicherung. Grundsätzlich gilt: Je höher die Selbstbeteiligung ist, desto günstiger sind Ihre Beiträge.
  • Achten Sie darauf, dass Ihre Police nicht nur Sach- und Personenschäden umfasst. Ein vollständiger Schutz beinhaltet immer auch Vermögens- und Mietsachschäden. Letzteres ist sinnvoll für Schäden in der Mietwohnung, im Hotel oder in einer Ferienwohnung.
  • Lassen Sie auch Hundeführer oder Hundesitter mit absichern, und geben Sie sich nicht mit dem Minimum an versicherten Personen zufrieden.
  • Individuelle Vereinbarungen: Sollte Ihr Hund zum Beispiel an Rennen oder Hundeshows teilnehmen, so sollten Sie auch diese Ereignisse mitsamt Trainingseinheiten in der Versicherung abdecken lassen.
  • Die wichtigste Regel, wenn Ihr Hund einen Schaden verursacht hat: Informieren Sie unverzüglich die Versicherung - mindestens aber binnen einer Woche -, und geben Sie den Vorfall wahrheitsgemäß wieder.

Pferdehalterhaftpflichtversicherung – großer Schutz für große Tiere

Gerade Pferde können sehr große Schäden anrichten: Dabei kann es um eine beschädigte Pferdebox ebenso gehen wie um ärztliche Versorgungskosten von Bisswunden anderer Pferde. Auch Verkehrs- oder Weideunfälle nach einem Ausbrechen des Tieres kommen sehr häufig vor. Da bei Pferden grundsätzlich davon ausgegangen werden sollte, dass sie umfangreichere Schäden verursachen, sollte auch die Deckungssumme nicht unter 5 Millionen Euro liegen. Anderenfalls besteht für den Halter das Risiko, alle Kosten oberhalb der Versicherungsgrenze selbst tragen zu müssen. Auch der Leistungsumfang spielt bei einer Pferdehaftpflichtversicherung eine entscheidende Rolle.

Es gibt zwar für Pferdehalter keine Verpflichtung zum Abschluss einer solchen Versicherung,  aber sie sollten auf eine Pferdehalterhaftpflichtversicherung auf keinen Fall verzichten. In der Privathaftpflicht können Pferde nicht mitversichert werden, da die Haltung des Pferdes durch den Gesetzgeber grundsätzlich als gefährlich eingestuft wird. Diese rechtliche Einschätzung führt dazu, dass Halter auch dann für durch ihr Pferd verursachte Schäden aufkommen müssen, wenn sie keine Schuld trifft.
Die Pferdehaftpflichtversicherung umfasst keine Schäden am Eigentum des versicherten Halters, beispielsweise bei dem eigenen Kfz oder Pferdeanhänger.

Bei Stuten mit Fohlen gilt:
Ist die Stute versichert, so ist das Fohlen automatisch über die Mutter versichert – ähnlich wie Kinder, die über ihre Eltern mitversichert sind.  Ebenso im Versicherungsumfang enthalten sind Hengste, welche sogenannte „ungewollte Deckakte“ ausführen und dem Geschädigten dadurch Kosten für die Versorgung und ärztlichen Behandlungen entstehen. Auch Folgekosten nach der Geburt und Schadensersatzansprüche werden in guten Pferdehaftpflichtversicherungen übernommen.

Achten Sie beim Abschluss der Pferdehaftpflichtversicherung darauf, dass Schäden an fremdem Eigentum, Schäden während Reitwettkämpfen, ggf. ein Auslandsschutz und das Fremdreiterrisiko in die Versicherung aufgenommen werden. Nicht immer sind sie in den Versicherungen enthalten.

 

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