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Wenn über die Absicherung im Alter gesprochen wird, denken die meisten Menschen an eine Lebens- oder Rentenversicherung. Dass jedoch auch eine private Pflegeversicherung eine wichtige Absicherung ist, wird vielen erst dann klar, wenn eine Pflegebedürftigkeit eingetreten ist. Dabei spielt das Lebensalter des Versicherten keine Rolle: Da sich eine Pflegebedürftigkeit auch nach einem Unfall oder einer Krankheit in jedem Alter ergeben kann, sollte diese Versicherung bereits frühzeitig abgeschlossen werden.

Reicht die gesetzliche Pflegeversicherung aus?

Über die gesetzliche Pflegeversicherung ist jeder Bürger in Deutschland versichert. Doch wer jetzt glaubt, dass diese Vorsorge im Ernstfall ausreicht, irrt: Spätestens, wenn ein Platz in einem Pflegeheim bezahlt werden muss, wird klar, dass diese Absicherung bei Weitem nicht ausreicht: Wird ein Versicherter mit der Pflegestufe I vollstationär in einem Pflegeheim untergebracht, zahlt die gesetzliche Pflegeversicherung 1.064 Euro pro Monat, den restlichen Betrag muss der Versicherte selbst aufbringen, sofern er dazu in der Lage ist. Wenn nicht, werden dessen Kinder zur Zahlung herangezogen. Die Unterbringungskosten in Pflegeheimen sind bundesweit sehr unterschiedlich; bei Pflegestufe I sollte jedoch davon ausgegangen werden, dass sie nicht unter 1.500 Euro pro Monat liegen.

Wie setzt sich eine private Pflegeversicherung zusammen?

Bei der Pflegezusatzversicherung wird ein Pflegetagessatz festgelegt, der an den Versicherten ausgezahlt wird, sobald dessen Pflegebedürftigkeit feststeht. Eine private Pflegeversicherung sollte ihre Leistungen unabhängig davon zahlen, ob die Pflege zu Hause oder stationär durchgeführt wird. Mit dem Eintreten des Pflegefalls muss die Pflegestufe ermittelt werden. Dies wird mithilfe einer ärztlichen Bescheinigung nachgewiesen. In Deutschland gibt es eine Unterteilung in die Pflegestufen 0, I, II oder III. Je nach Höhe der Pflegestufe werden Gelder aus der gesetzlichen sowie der eigenen privaten Pflegeversicherung gezahlt. Sichert sich der Kunde beispielsweise mit einem Tagessatz von 50 Euro ab, so erhält er diesen in Pflegestufe III. Erfolgt eine Einstufung in Pflegestufe I, so wird von dem vereinbarten Tagessatz ein prozentualer Anteil von beispielsweise 20 %, in Pflegestufe II von 30 % gezahlt.

Karenzzeiten beachten

Da die Karenzzeiten zum Teil bis zu drei Jahre betragen, sollte diese Vereinbarung bei einem Vergleich genau überprüft werden. Zu lange Wartezeiten führen dazu, dass im Leistungsfall keine Leistungen erbracht, sondern lediglich die bereits gezahlten Beiträge zurücküberwiesen werden.

Eine günstige Pflegeversicherung  finden

Um einen Vergleich der Angebote durchführen zu können, lohnt es sich, einen Preisvergleich im Internet durchzuführen. Hierbei erhält man schnell und übersichtlich alle Angebote einer privaten Pflegezusatzversicherung und kann die für sich passende wählen. Bei einem Vergleich sollten vor allem die Leistungen im Versicherungsfall sowie die vereinbarten Karenzzeiten beachtet werden.

 

Pflege Bahr

Seit 2013 gibt es die sogenannte Pflege-Bahr. Der Staat beteiligt sich an dieser Pflegevorsorge mit einem garantierten jährlichen Beitrag. Der Gesundheitsminister Daniel Bahr von der FDP hat diese Pflegeversicherung in langen Diskussionen durchgesetzt.

Warum das neue Pflege-Bahr?
Viel zu wenig Bürger haben eine private Pflegeversicherung abgeschlossen und das trotz des steigenden Pflegebedarfs. Um eine Versorgungslücke zu verhindern, hat sich der Staat entschlossen die private Absicherung mit diesem Zuschuss zu unterstützen.

Wie hoch ist die Pflege Bahr Förderung?
60 Euro zahlt der Bund ab dem Jahr 2013 jährlich pro Versicherungsnehmer dazu. Dies jedoch nur, wenn der Eigenanteil mindestens 120 Euro jährlich beträgt.

Welche Voraussetzungen gibt es?
Es gibt nur sehr wenige Voraussetzungen bei der Pflege Bahr. Es existiert weder eine Altersgrenze, noch werden durch eine Gesundheitsprüfung kranke Menschen von der Versicherung ausgeschlossen. Dies gilt jedoch nicht, bei Menschen, die bereits pflegebedürftig sind. Zu beachten ist, dass innerhalb der ersten fünf Jahre nach Vertragsabschluss keine Zahlungen von der Versicherung geleistet werden.

Vor- und Nachteile der Pflege-Bahr
Für ältere und kranke Menschen bringt diese private Versicherung große Vorteile. Durch dieses Angebot besteht für sie überhaupt erst die Option, sich privat zusätzlich abzusichern. Dadurch entsteht jedoch für die Versicherung ein erhöhtes Zahlungsrisiko. Das Kosten-Nutzen Verhältnis ist daher für gesunde und junge Menschen sehr schlecht. Die Beträge sind zu hoch bemessen und zudem wird ausschließlich die Pflege-Tagegeld-Versicherung durch den Staat bezuschusst. Die Absicherung ist zudem zu gering, um die tatsächlich anfallenden Kosten aufzufangen. Die vertraglich zugesicherten Beträge reichen nicht aus, um die Versorgungslücke zu schließen. So empfiehlt auch die Stiftung Warentest diese Art der privaten Vorsorge nicht weiter, sondern rät zu einer klassischen individuellen privaten Pflegeversicherung.

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