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Das System der deutschen Krankenversicherung sieht vor, dass jeder Arbeiter und Angestellte, der unter der Versicherungspflichtgrenze liegt, eine gesetzliche Krankenversicherung abschließt. Bei der Wahl der Krankenkasse ist man frei. Der Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung beträgt für alle Versicherten einheitlich 14,6 % des Bruttoeinkommens. Die Krankenkassen können Zusatzbeiträge erheben, um damit die Kostensteigerung im Gesundheitswesen auszugleichen. Während der einheitliche Krankenkassenbeitrag zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber im Verhältnis 50:50 aufgeteilt wird, tragen die Krankenkassemitglieder die Zusatzbeiträge komplett selbst.

Die Zusatzbeiträge können von der gesetzlichen Krankenkassen immer dann erhoben werden, wenn die ihnen aus dem Gesundheitsfond zugewiesenen Gelder nicht ausreichen. Von dieser Möglichkeit machen zahlreiche Kassen Gebrauch. Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen hat auf seiner Website www.gkv-spitzenverband.de die aktuellen Zusatzbeiträge aller gesetzlichen Krankenkassen veröffentlicht.

Beitragsbemessungsgrenze / Versicherungspflichtgrenze

Der maximal zu leistende Beitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung wird durch die sogenannte Beitragsbemessungsgrenze bestimmt. Sie definiert bis, zu welcher Einkommenshöhe Krankenkassenbeiträge einkommensabhängig ermittelt werden. Das über der Grenze liegende Einkommen wird bei der Bemessung der Krankenkassenbeiträge nicht berücksichtigt, erhöht also nicht die Mitgliedsbeiträge. 2016 liegt die Beitragsbesseungsgrenze bei 50.850,00 Euro jährlich, das entspricht einem Monatseinkommen von 4.237,50 Euro.

Oft wird die Beitragsbemessungsgrenze mit der Versicherungspflichtgrenze verwechselt. Die Versicherungspflichtgrenze markiert, ab welcher Einkommenshöhe ein Versicherter nicht mehr in der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben muss, sondern in eine private Krankenversicherung wechseln kann. Die Versicherungspflichtgrenze wurde für 2016 auf ein Jahreseinkommen von 56.250,00 Euro festgesetzt, was einem monatlichen Einkommen von 4.687,50 Euro entspricht. Wer die Einkommensgrenze für mindestens ein Jahr überschreitet und auch im Folgejahr ein Einkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze bezieht, kann in die private Krankenversicherung wechseln. Bei der Berechnung des Bruttojahresentgeltes werden die monatlichen Lohn- oder Gehaltszahlungen, Weihnachts- und Urlaubsgelder, Überstundenvergütungen, Entgelte aus Versicherungspflichtigen Zweitbeschäftigungen, Sachbezüge und vermögenswirksame Leistungen herangezogen.

Die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung

Die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung sind im fünften Sozialgesetzbuch festgelegt. Daran ist jede Krankenkasse gebunden. Die Versorgungsleistungen müssen notwendig, wirtschaftlich und zweckmäßig sein. Dazu gibt es einen einheitlichen und verbindlichen Gesundheitskatalog, an den sich alle gesetzlichen Krankenkassen halten müssen. Somit sind alle grundlegenden Versorgungsleistungen in der gesetzlichen Krankenversicherung gleich. Unterschiede zwischen den Krankenkassen gibt es z. B. beim Service (Ortsnähe und Kundenbetreuung). Weiterhin handeln viele Krankenkassen mit der Pharmaindustrie für besondere Medikamente eigene Preise aus, wovon der Patient profitiert. Einige Krankenkassen bieten außerdem Sondertarife, zum Beispiel mit Selbstbeteiligungen. Hier sollte der Versicherungsnehmer genau prüfen, ob ein solcher Sondertarif für ihn sinnvoll ist. Oft sieht der Tarif preiswert aus, kann jedoch, insbesondere im Leistungsfall, auch teuer werden. Zahlreiche gesetzliche Krankenkassen bieten ihren Mitgliedern darüber hinaus Leistungen an, die über die Grundversorgung hinausgehen, ohne hierfür einen Aufschlag zu erheben.

Zusatzversicherungen sind empfehlenswert

Auf www.kv360.de haben wir ausführliche Informationen über sinnvolle Zusatzversicherungen für Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung bereitgestellt.

Grundsätzlich betrifft dies Reisen ins Ausland. Die gesetzliche Krankenversicherung bietet im Ausland nur in den Ländern eingeschränkte Leistungen, mit denen es ein Sozialabkommen gibt. Jeder, der in ein anderes Land fährt, sollte eine Auslandskrankenzusatzversicherung abschließen, die es schon sehr preiswert gibt.

Wer mehr als nur die grundlegenden Kassenleistungen nutzen möchte, kann den Abschluss von Krankenzusatzversicherungen in Erwägung ziehen. Diese übernehmen Leistungen, die von den Krankenkassen nicht bezahlt werden. Dazu gehören zum Beispiel Zuzahlungen für Sehhilfen oder bessere Leistungen beim Zahnersatz oder der Zahnbehandlung.

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