Im Gegensatz zur Berufsunfähigkeitsversicherung ist die Dread-Disease-Versicherung eine in Deutschland relativ unbekannte Form der Risikoversicherung. Sie wurde schon vor Jahrzehnten im angelsächsischen Raum entwickelt und läßt sich am besten mit "Schwere Krankheiten Versicherung" übersetzen. Da der Begriff "Critical Illness" ins Deutsche übersetzt "Kritische Krankheiten" bedeutet, wird diese Versicherung oft auch als "Critical-Illness-Versicherung" bezeichnet. Häufig findet ein Vergleich der Dread Disease Versicherung mit den Leistungen der Berufsunfähigkeitsversicherung statt.
Dies liegt zwar nahe, weil beide im Falle des Eintritts bestimmter Krankheiten oder sonstiger Gesundheitsstörungen Zahlungen leisten, ist jedoch keineswegs richtig.
Leistungsvoraussetzung für die Schwere Krankheiten Versicherung ist die Diagnose einer bestimmten im Versicherungsvertrag genau definierten Krankheit. In der Regel sind dies die Krankheiten Krebs, Schlaganfall, Herzinfarkt, multiple Sklerose, Unfall, Verbrennungen, Organtransplantation und je nach Versicherer noch einige andere.
In der Berufsunfähigkeitsversicherung ist die Leistungsvoraussetzung, daß die versicherte Person aufgrund von Krankheit oder Unfall seine berufliche Tätigkeit zu mindestens fünfzig Prozent nicht mehr ausüben kann. Hier bilden sich also auch schon die Unterschiede heraus.
Da diese Versicherung etwas einfacher zu bekommen, als eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Wer zum Beispiel aus Altersgründen, einer Vorerkrankung oder wegen eines bestimmten Berufes keine Berufunfähigkeitsversicherung abschließen kann, könnte mit der "Schwere-Krankheiten-Versicherung" eine gute Alternative finden. Vor Vertragsabschluss einer Dread-Disease-Versicherung / Critical-Illness-Versicherung erfolgt eine Prüfung des Antragstellers. Es liegt auf der Hand, dass bestehende schwere Erkrankungen nicht mehr versichert werden können.
Wenn zum Beispiel ein Geschäftsführer einen Herzinfarkt erleidet würde er bei Dread-Disease-Versicherung auf jeden Fall seine versicherte Leistung erhalten, unabhängig davon, ob er noch zu 50 Prozent in seinem Beruf tätig sein kann oder nicht. Würde der gleiche Mann durch ein Burnout Syndrom gänzlich berufsunfähig sein, erhielte er keine Leistung aus der Dread-Disease-Police erhalten, weil psychische Krankheiten hier generell nicht mitversichert sind.
Von der Leistungsart her zahlt die Dread-Disease-Versicherung in der Regel nur einmalige Summen aus, während die BU-Versicherung meistens Rentenzahlungen leistet. Ein Vergleich beider Versicherungsformen und der einzelnen Anbieter untereinander ist ratsam.